Länger in Kürze
Von Eberhard Stosch, Hamburg


Jörg Längers Figuren, auf Silhouetten reduziert, sind Wiedergänger aus dem Reich der Geschichte im umfassenden Sinn, vom Mythos bis zur Zeitgenossenschaft. Als sogenannte Protagonisten erstehen sie wieder aus dem Fundus der Weltkunst.

In einer traditionsvergessenen Zeit mahnen sie, über der Gegenwart jene überzeitlich geprägten Formen nicht aus den Augen zu verlieren, die allein die Kontinuität der Welt- und Selbstdeutungen sichern. Längers Kunst setzt auf Kontinuität und Traditionsbewußtsein. Sie geht aus vergangener Kunst, aber auch aus weitreichenden Kenntnissen auf anderen Gebieten hervor.

Länger ist ein pictor doctus wie wenige seiner Generation. Seine Bilderzählungen - er nennt sie "Narrative Kompositionen" - verwandeln mythische Inhalte in höchst differenzierte, sensibel strukturierte geistige Räume, denen der Formgedanke allseits Halt gibt.

©  Eberhard Stosch, Kunsthistoriker, 2006

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