Rede vom 4. März 2005
Dr. Barbara Steinherr


Textauszug

„Die Sammlung Länger“ besteht aus allen „Habseligkeiten“ des Künstlers, kurz: Der Künstler erklärte seinen gesamten persönlichen Besitz zum Kunstobjekt, zu einer „Sammlung“. Aber das geschah nicht einfach so –

Als Raum-Installation war die komplette Sammlung 1991 im renommierten Gerhard-Marcks-Haus in Bremen ausgestellt. Ein Katalogbuch umfasst die fotografische Dokumentation des Projektes. Man kann darin viel über Jörg Länger, sein Kunstverständnis, sein Gefühl für Ästhetik und Komposition, sein perfektionistisches Arbeiten, aber auch seinen geistreichen und feinsinnigen Humor lernen!

 

Neben alledem beeindrucken die Arbeiten Jörg Längers aber ganz besonders auch auf rein gestalterischer Ebene. Wie schon zu Beginn erwähnt, gelingt es Länger in seinem Passions-Zyklus tiefe Symbolik mit absoluter Reduktion der gestalterischen Mittel und zugleich höchster Ausgewogenheit der Bildfläche zu kombinieren. Alle seine Bilder haben die Form des Quadrates. Die Bildhandlung spielt sich fast immer auf der senkrechten Mitte des Bildes ab. Es gibt keine spannungsgeladenen, gegeneinanderverlaufenden Schrägen in der Komposition. Alles ist ästhetisch absolut ausgewogen. Dies verlangt allerdings sowohl Mut als auch höchstes Augenmaß und Geschick, damit in keinem der Bilder ein Hauch der Langeweile aufkommt. Man findet selten Künstler, die diesen Mut und dieses Geschick besitzen. Jörg Länger tut es.

 

© Dr. Barbara Steinherr, 2005

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